{"id":339,"date":"2023-03-12T19:30:31","date_gmt":"2023-03-12T19:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/phenitus.org\/?p=339"},"modified":"2023-03-12T19:40:54","modified_gmt":"2023-03-12T19:40:54","slug":"spielkulturdokumenta-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phenitus.org\/?p=339","title":{"rendered":"spielkulturdokumenta 2020"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-vivid-green-cyan-background-color has-text-color has-background has-medium-font-size\"><strong>aus dem<\/strong> <strong>logbuch 2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>phenitus ggmbh<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>institut f\u00fcr partizipative bildung und kulturangelegenheiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>Schulprojekte und Projekte mit Sozialen Einrichtungen-kulturelle Identit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die Tendenz, dass Schulen und Soziale Einrichtungen&nbsp; Interesse haben, mit der phenitus ggmbh zu kollaborieren&nbsp; setzt sich fort, vor allem auch im Bereich nachhaltiger Lebensweltentwicklung und den Aufbau einer partizipativen Bildungslandschaft. Es f\u00fchrt zu einer Aktivierung der Sch\u00fcler\/Lehrer\/Elternebene und ehrenamtlichem Engagement von Partnern, die dem Bildungskondext nicht a priori sind.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die \u00d6ffnung der Einrichtung f\u00fcr neue Inhalte und interdisziplin\u00e4re Kooperationspartner, l\u00e4sst das Bewu\u00dftheit f\u00fcr die Gestaltungs-Kompetenz f\u00fcr den eigenen KulturLernLebensraum wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Dabei unterst\u00fctzen wir die Entwicklungsarbeit der staatlichen Schul\u00e4mter zur Verstetigung der Bildungsarbeit unter dem Dach von \u201eMintPhilMal\u201c. Grundgedanke der Initiative verschiedener Bildungstr\u00e4ger ist die Erweiterung des Bildungsbegriffes hinsichtlich Integration kultureller Bildungsangebote in die schulische Vita.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>TalentWerkstatt-open professorium<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>f\u00fcr Multiplikatoren&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die Vorort-Situation und&nbsp; Unterst\u00fctzung von Multiplikatoren ( Mitarbeitern in Einrichtungen und&nbsp; den ehrenamtlichen Eltern) ist ein Segment unserer T\u00e4tigkeit. Dabei steht das Talent, die nat\u00fcrliche Begabung der Protagonisten zentral. Das Haltung nach Maria Montessori, &#8222;hilf mir, es selbst zu tun&#8220; ist Leitbild und Beweggrund. In besonderem Ma\u00dfe werden hier&nbsp; im lebendigen Dialog die genannten Ziele der Satzung umgesetzt \u2013 die F\u00f6rderung von dialogkultur\u201c, die Qualifizierung von Spiel und Lebensr\u00e4umen. Die Zusammenarbeit mit Tr\u00e4gern der Erwachsenenbildung ist Teil der Netzwerkarbeit der phenitus ggmbh.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>\u201eMobiles Museum f\u00fcr Kunst und Kinder\u201c &#8211; museum als mobiler partizipatorischer bildungsort<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Mit dem &#8222;mobilen Museum f\u00fcr Kunst und Kinder&#8220; wurde ein Projekt installiert , dass sich um die Entwicklung von mobilen Bausteinen k\u00fcmmert . Durch den Einsatz unserer \u201eSpielkulturw\u00e4gen\u201c in den Stadtteilen erreichen wir auch Menschen, die einen erschwerten Zugang zu Bildungsangeboten haben.&nbsp; Die niederschwelligen Kulturbausteine erm\u00f6glichen einen multikulturellen Ansatz .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Es gelang eine Verstetigung der Strukturen durch das Engagement im Bereich \u201eSpielkultur\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Im Mittelpunkt steht die Alltagskultur und die Ergr\u00fcndung und Begreifbarkeit\/&nbsp; Erlebbarkeit und spielerische Erfasung und Umgang mit Inhalten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">\u00c4sthetik im Alltag und&nbsp; interdisziplin\u00e4re, \u00fcbergreifende Zusammenh\u00e4nge sollen bei der Erarbeitung , Umsetzung und Pr\u00e4sentation besonders ber\u00fccksichtigt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">&nbsp;Thema Optik und Spiel &#8211; Einrichtung eines Spiel- und Lernraumes f\u00fcr Kinder im Museum<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die besondere Vorgehensweise, die individuellen Gestaltung und die Nachhaltigkeit bei der Ausf\u00fchrung der Projekte hat&nbsp; von fachlicher Seite her&nbsp; resonanzen eingebracht<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">&nbsp;( Kreisjugend\u00e4mter w\u00fc\/ bt , Bundesverband der Aktiv- und Abenteuerspielpl\u00e4tze, Kindergartenfachstelle der&nbsp; Kirchen)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die Vorgehensweise setzt in hohem Ma\u00dfe &#8222;Partizipation&#8220; von Kindern, Jugendlichen und Eltern um und stellt die M\u00f6glichkeit des ehrenamtlichen Engagements bereit, sowie dessen Begleitung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Sie gibt den B\u00fcrgern jung und alt die Kompetenz f\u00fcr die dynamische Gestaltung ihres Lebensraums zur\u00fcck, in der planerischen wie auch in der Umsetzungsebene.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">In diesem Sinne ist ein Lebensraum niemals fertig, er ist immer in Bewegung und die M\u00f6glichkeit der Ver\u00e4nderung durch die B\u00fcrger mu\u00df sichergestellt sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">bei der entwicklung neuer bildung &#8211; und lernformate werden exit- oder escaper\u00e4ume in der bildungslandschaft mehr als interaktives setting eingesetzt. wir unterst\u00fctzen andere bildungstr\u00e4ger bei der verwirklichung ihres bildungsauftrags<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Eine geheimnisvolle Truhe&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Lange hatten sie recherchiert, get\u00fcftelt und gebastelt &#8211; die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des P-Seminars Q12 &#8222;Alexander von Humboldt in Franken&#8220;. Und jetzt steht sie kurz vor ihrer Vollendung: Die &#8222;get in box&#8220; zu Alexander von Humboldt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Was urspr\u00fcnglich als &#8222;exit room&#8220; geplant worden war, ist inzwischen eine mehrfach gesicherte Sammlung von Truhen und Kisten geworden, in die man nur durch das z\u00fcgige L\u00f6sen von R\u00e4tseln hineingelangen kann. Die Zeit eilt, denn Alexander von Humboldt braucht f\u00fcr seine letzte gro\u00dfe Expedition nach Russland noch einen wichtigen Gegenstand!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Inzwischen ist &#8222;die Box&#8220; in der Testphase: Die exit room-Profis vom Professorium waren schon zum Testen da und in der vergangenen Woche durften sich einige Sch\u00fcler-Gruppen aus dem GCE daran versuchen, die Codes zu knacken&#8230; Soviel kann schon verraten werden: Es war nicht ganz einfach, bis zum letzten Schloss zu gelangen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Mehr zu Humboldts geheimnisvoller Truhe demn\u00e4chst, wenn die Truhe der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt werden wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>Ehrenamtlichkeit in der ggmbh<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">die ehrenamtliche engagement erschlie\u00dft sich in mehreren&nbsp; themen \u2013 und aufgabenfeldern:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">kultursoziologische handlungsfelder \/ www.macht-spiele.org\/ lernfest rw 21\/ spielmobile bayreuth<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">verb\u00e4nde und gremien\/ soziale stadt st. georgen- hammerstatt &#8211; altstadt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">betreiben der bildungslokation \u201e professorium\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">klimaradl als stadtteil &#8211; mobilit\u00e4tsprojekt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>F\u00f6rderung des B\u00fcrgerschaftlichen Engagements in tempor\u00e4ren Projekten&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Gestaltung von Spiel- und Lebensr\u00e4umen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Praktische Unterst\u00fctzung von Projektvorhaben, Initiativen, sozialen Einrichtungen, Vereinen. Menschen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die phenitus ggmbh schafft mit ihrer Vorgehensweise Rahmen und Bedingungen, in denen das b\u00fcrgerschaftlich ehrenamtliche Engagement wachsen, stattfinden und sich zum Nutzen aller entwickeln kann:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Durch die Begleitung von erfahrenen Mitarbeitern&nbsp; in Form der sozialen Performance, Moderation, Analyse von Strukturen der Kommunikation und sozialen Gef\u00fcge in den Einrichtungen mit ihrem Netzwerk und die Entwicklung der individuellen Struktur von Konflikt- und Motivationsmustern aktivieren wir die intrinsischen ebenen der Protagonisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Zudem kommt hinzu, dass Stakeholder&nbsp; bevorzugt Projekte mit unterst\u00fctzen, die in einer gemeinwesenorientierter Vorgehenweise mit den Beteiligten umgesetzt werden. Dabei ist als ein Ergebnis ein sozialer und kreativer Prozess sowie ein faktisch nutzbares Ergebnis vorzuweisen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">e<strong>rforschung von machtverh\u00e4ltnissen in oberfranken und kreiren eines eigenen bildungssettings f\u00fcr 2020\/21<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>mit&nbsp; <\/strong><a href=\"http:\/\/www.macht-spiele.org\">www.macht-spiele.org<\/a><strong> &nbsp; pr\u00e4sentiert sich das institut phenitus ggmbh als gesellschaftlicher player &#8211; die plattform auf der zivilgesellschaftliches engagement gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt wird, hat sich binnen kurzer zeit zu einem multilateralen hotspot entwickelt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><em>\u201e<\/em>Machtverh\u00e4ltnisse und relationale Strukturen im Sozial- und Kulturraum&nbsp; Oberfranken\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Im Rahmen einer reflexiven Sozialraumperspektive stellt sich auch die Frage nach Machtverh\u00e4ltnissen und Herrschaftsstrukturierungen im sozialen Raum (vgl. Bourdieu 1998). Es geht dabei darum, die Territorialisierungsprozesse von unterschiedlichen Akteuren und Akteursgruppen zu rekonstruieren und so die Heterogenit\u00e4t und Konfliktlinien innerhalb des untersuchten Sozialraums zu erkennen (Reutlinger et al. 2005: 22 ff.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Macht ist \u00fcberall in allt\u00e4glichen sozialen Praktiken wirksam (H\u00f6rning, 2001: 171). Mit der Analyse von Macht befasste sich vor allem Michel Foucault in seinen Arbeiten seit den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts (H\u00f6rning 2001: 171). Macht wird von Foucault strikt relational gefasst, wobei es sich immer um eine soziale Beziehung handelt. Macht verkn\u00fcpft und vernetzt laut Foucault in \u201evielf\u00e4ltigen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">1978: 110ff., zit. nach H\u00f6rning 2001: 172) die Beziehungen und Praktiken durch das gesamte soziale Leben (H\u00f6rning 2001: 172). Macht stellt eine Vielfalt von Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen dar, wobei sich die Machtverh\u00e4ltnisse durch st\u00e4ndige Auseinandersetzungen wandeln und verschieben (Ebd.: 173).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die an der Konstruktion sozialer R\u00e4ume beteiligten Akteure haben dabei unterschiedliche Einflussm\u00f6glichkeiten. Die beteiligten Akteure sprechen und handeln von unterschiedlichen Positionen im sozialen Raum (Kessl &amp; Reutlinger, 2007: 25). Darum sind bei der Analyse von Sozialr\u00e4umen folgende Fragen zu beachten: \u201eW\u200barum k\u00f6nnen manche Akteure deutlicheren Einfluss auf die Ordnungen des R\u00e4umlichen und die Rede vom Raum nehmen als andere?\u201c\u200bund \u201eI\u200bn welcher Weise erwerben bestimmte Akteursgruppen diesen Einfluss und andere bleiben faktisch unsichtbar?\u201c\u200b(Ebd.). Um diesen Fragen im untersuchten Sozialraum auf den Grund zu gehen, wurden die Interviewinhalte in einem weiteren Analyseschritt auf bestehende Netzwerke und Verbindungen zwischen den Akteursgruppen hin untersucht. Dabei wurde der Fokus darauf gelegt, welche Gruppen oder bestehende Beziehungen zu anderen sozialen Akteuren von den Befragten jeweils genannt wurden und auf welche Art und Weise \u00fcber diese gesprochen wurde. Dies sollte dazu dienen, die Relationalit\u00e4t von Akteuren offen zu legen, welche von den einzelnen Akteuren selbst h\u00e4ufig gar nicht mehr reflektiert und in Frage gestellt wird. Diese bewusste Verdeutlichung der vorhandenen Netzwerke und Beziehungen hatte zum Ziel, bestehende Konfliktlinien aufzeigen zu k\u00f6nnen, um so Zusammenarbeit im sozialen Bereich neu denken zu k\u00f6nnen. So wurden sowohl Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Akteuren deutlich, ebenso wie Machtpositionen hinsichtlich finanzieller und institutioneller M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Aus der Analyse der Stakeholder&nbsp; Interviews ergab sich, dass die P\u200bolitik von den oben genannten Akteursgruppen mit Abstand \u00fcber die gr\u00f6\u00dfte M\u00f6glichkeit der Einflussnahme verf\u00fcgt. Die Rahmenbedingungen f\u00fcr jegliches Handeln im sozialen Bereich werden \u00fcber die Sozialgesetzgebung geregelt und bilden Vorgaben, an die sich die anderen sozialen Akteure bei ihrer Arbeit halten m\u00fcssen. Des Weiteren ist die Politik auf allen r\u00e4umlichen Ebenen von lokal \u00fcber regional bis zur Bundesebene vertreten, wobei innerhalb der Gruppe Politik die unteren Ebenen wiederum an Weisungen der h\u00f6heren Ebenen gebunden sind. Weiterhin verf\u00fcgen in der Politik t\u00e4tige Personen \u00fcber gute Netzwerke und vielf\u00e4ltige Beziehungen und sind somit in der Lage, relativ schnell wichtige Schl\u00fcsselpersonen aktivieren zu k\u00f6nnen, die sie beim Erreichen bestimmter Ziele unterst\u00fctzen. \u00dcber F\u00f6rdergelder besteht auf finanzieller Ebene eine Verbindung zwischen Politik und den Gruppen Stiftungen und Wohlfahrtsverb\u00e4nde und \u2013vereine. Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit sozialen Akteuren generell wurde von Seiten der Politik betont. Innerhalb der Gruppe Politik findet eine Zusammenarbeit zwischen B\u00fcrgermeistern auf kommunaler Ebene statt, wenn es f\u00fcr die Gemeinden sinnvoll ist. So zum Beispiel in den Bereichen Schulwesen oder Altenbetreuung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Den B\u200beh\u00f6rden kommen somit nur indirekte Steuerungsm\u00f6glichkeiten zu, da diese eine von der Politik bestimmte Akteursgruppe darstellen, die an die Weisungen gebunden ist. Es gibt eine gro\u00dfe Anzahl von Beh\u00f6rden im Sozialbereich, deren Einflussbereich ist allerdings auf den r\u00e4umlichen Wirkungsbereich der Beh\u00f6rde eingeschr\u00e4nkt. Kooperationen werden als wichtig angesehen, finden allerdings haupts\u00e4chlich innerhalb der Akteursgruppe mit anderen Beh\u00f6rden statt, wohingegen man mit den im Sozialbereich t\u00e4tigen Ehrenamtlichen nur wenige Ber\u00fchrungspunkte hat. Mit den in der Region t\u00e4tigen Stiftungen besteht bislang eine sehr gute Kooperation, die auch noch st\u00e4rker genutzt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die \u200bWissenschaft verf\u00fcgt ganz im Sinne des Ausspruchs \u201eWissen ist Macht\u201c \u00fcber einen bedeutenden Einflussfaktor innerhalb des Sozialraums Zentraloberfranken. So k\u00f6nnen Akteure dieser Gruppe \u00fcber wissenschaftliche Erkenntnisse Entscheidungen der Politik beeinflussen und \u00fcben somit Macht \u00fcber diese Gruppe aus. Umgekehrt besteht allerdings auch eine teilweise Abh\u00e4ngigkeit der Wissenschaft von Forschungsgeldern, weshalb gute Verbindungen zu potenziellen Geldgebern vonn\u00f6ten sind. Die Wissenschaft verf\u00fcgt zudem \u00fcber ein hohes Einflusspotenzial, da sie durch ihre Forschungen Impulse gibt und dadurch die Verteilung von F\u00f6rdergeldern und Unterst\u00fctzung von Projekten im sozialen Bereich lenken kann. Die Zusammenarbeit der Wissenschaft mit anderen Akteuren erfolgt h\u00e4ufig projektspezifisch und variiert dementsprechend. Es bestehen Kooperationen innerhalb der Akteursgruppe mit anderen Wissenschaftlern aber auch Verbindungen in die Politik sowie mit Wirtschaft und Regionalentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die Gruppe der S\u200btiftungen verf\u00fcgt \u00fcber die notwendigen finanziellen Mittel, um Projekte umsetzen und voranbringen zu k\u00f6nnen, deren Investitionen werden allerdings durch den jeweils vorgegebenen Stiftungszweck beschr\u00e4nkt. Der Einflussfaktor dieser Gruppe liegt vorwiegend im finanziellen Bereich, da die Stiftungen \u00fcber ihr vorhandenes Finanzvolumen Einfluss auf Wohlfahrtsvereine und \u2013verb\u00e4nde und andere Umsetzungsakteure nehmen, welche bei ihrer Arbeit auf zus\u00e4tzliche F\u00f6rdergelder angewiesen sind. Verbindungen bestehen zu Vereinen\/Verb\u00e4nden sowie den \u201edirekt Betroffenen\u201c, den F\u00f6rderf\u00e4higen im sozialen Bereich. Allerdings bestehen innerhalb der Akteursgruppe wenig Austauschbeziehungen und es wurde fehlende Transparenz sowie Offenheit anderer Stiftungen bem\u00e4ngelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">F\u00fcr die \u200bWohlfahrtsvereine und \u2013verb\u00e4nde schlie\u00dflich, sind die Folgen der Sozialpolitik direkt im Arbeitsbereiche sp\u00fcrbar. Diese Akteursgruppe verf\u00fcgt \u00fcber den engsten Kontakt zu den direkt betroffenen Personen im Sozialraum und damit auch \u00fcber die besten Umsetzungsm\u00f6glichkeiten aller Akteure. Andererseits bestehen innerhalb dieser Gruppe im Finanzsektor gro\u00dfe Spannungen, da die Gruppe zum einen finanziell insbesondere von den finanzstarken Akteursgruppen wie Politik und Stiftungen abh\u00e4ngig ist. Zum anderen, da die Vereine und Verb\u00e4nde inzwischen zunehmend soziale Aufgaben \u00fcbernehmen, die eigentlich in den staatlichen Zust\u00e4ndigkeitsbereich fallen, hierf\u00fcr aber nicht ausreichend Finanzmittel zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Ebenfalls in die Kategorie der Wohlfahrtsvereine und \u2013verb\u00e4nde fallen auch Organisationen wie Diakonie und Caritas. Diese wurden nicht unter einer eigenen Kategorie Kirche zusammengefasst, da diese Organisationen innerhalb der Kirchen f\u00fcr die Erf\u00fcllung von Aufgaben im Sozialbereich zust\u00e4ndig sind und daf\u00fcr \u00fcber eine eigene Organisationsstruktur verf\u00fcgen. Die Gruppe der Vereine und Verb\u00e4nde arbeitet sehr eng mit sozialen Einrichtungen aller Art (Schulen, Kinderg\u00e4rten, Altenheime, Jugendtreffs&#8230;) zusammen, je nach dem Ausrichtungsschwerpunkt des jeweiligen V ereins\/V erbandes. Insbesondere im Bereich Ausbildung und Arbeitspl\u00e4tze wird auch mit der Wirtschaft oder dem Regionalmanagement zusammengearbeitet. Schwierig gestalten sich Kooperationen bisher allerdings mit der Politik und den Beh\u00f6rden. Eine solche wird verst\u00e4rkt gefordert und den dort T\u00e4tigen m\u00fcsse das soziale Engagement der Bev\u00f6lkerung mehr bewusst werden. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe der Vereine und Verb\u00e4nde ist durch ein starkes Konkurrenzdenken untereinander gepr\u00e4gt, da sich jeder durch sein eigenes Angebot im sozialen Bereich von den anderen abgrenzen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Durch eine Operationalisierung des umfassenden Begriffs Macht, sollten verschiedene Dimensionen von Macht aufgezeigt werden, die f\u00fcr den Sozialraum Zentraloberfranken relevant sind. Unter Operationalisierung versteht man laut Atteslander (ebd. 2010: 46) \u201c\u200bdie Schritte der Zuordnung von empirisch erfassbaren, zu beobachtenden oder zu erfragenden Indikatoren zu einem theoretischen Begriff.\u201d D\u200babei wurden die Machtfaktoren Wissen, Kontakte und Finanzen herausgearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">PARADOXE INTERVENTION UND PROZESSBEGLEITUNG STADTTEILFORSCHUNG ST.GEORGEN UND HAMMERSTATT,BAYREUTH&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">LEBENSWELTORIENTIERTER KULTURFLUXUS &amp; KULTURELLE BILDUNG &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">PARTIZIPATIVE B\u00dcRGERWERKST\u00c4TTEN F\u00dcR EINE&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">NACHHALTIGE LEBENSRAUMENTWICKLUNG&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Der gesetzliche Rahmen gilt als \u00fcbergeordnete Ebene, die die Leitlinien der Sozialpolitik vorgibt. Darunter bestehen drei Faktoren, die jeweils miteinander in Verbindung stehen: Kontakte, Finanzen und Wissen. Es entstehen Abh\u00e4ngigkeiten und Austauschbeziehungen zwischen den Akteuren, welche wiederum Einfluss auf deren Handeln im Sozialraum nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Die Stellung und der Einfluss der Akteure, wie auch ihre Beziehungen untereinander innerhalb des Sozialraums Zentraloberfranken werden wesentlich durch die oben genannten Machtfaktoren bestimmt. Von den Handelnden selbst werden diese Konstellationen in der allt\u00e4glichen Arbeit jedoch als gegeben hingenommen und in der Regel nicht mehr hinterfragt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">An dieser Stelle kann an die Ergebnisse der vorausgehenden Strukturanalyse im Sozialraum angekn\u00fcpft werden, die sich mit der Frage befasste, mit wem die verschiedenen Akteure auf welche Weise zu tun haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Verbindet man also die Netzwerkbeziehungen mit der Dimension der Machtfaktoren, so l\u00e4sst sich feststellen, dass die Politik \u00fcber den gesetzlichen Handlungsrahmen den sie vorgibt und die Entscheidung \u00fcber die Verteilung von Finanzmitteln einen sehr gro\u00dfen Einfluss innerhalb des Sozialraums Zentraloberfranken aus\u00fcben kann. Im Bereich der Kontakte jedoch ist die Politik auf die Arbeit der Wohlfahrtsvereine und \u2013verb\u00e4nde angewiesen. Diese verf\u00fcgen \u00fcber diesen Machtfaktor, da sie durch ihre t\u00e4gliche Arbeit die notwendigen Beziehungen zu den Menschen haben, die von sozialen Problemlagen und sozialer Ungleichheit betroffen sind. Somit verf\u00fcgen die Vereine und Verb\u00e4nde auch wesentlich \u00fcber einen weiteren Machtfaktor, n\u00e4mlich den des (lokalen) Wissens. Sie sind mit den Problemen vor Ort vertraut und wissen, welche Ma\u00dfnahmen dort am sinnvollsten greifen k\u00f6nnen. Somit findet ein Austausch zwischen den Faktoren statt, bei dem Finanzmittel gegeben werden, um im Austausch daf\u00fcr von Kontakten und lokalem Wissen zu profitieren. Nur in dieser Kombination aller Machtfaktoren k\u00f6nne Projekte im Sozialraum effizient und sinnvoll umgesetzt werden. Daraus folgt, dass eine Zusammenarbeit der Akteursgruppen, welche in unterschiedlichem Ma\u00df \u00fcber die einzelnen Faktoren verf\u00fcgen, unabdingbar ist. Es bestehen aber auch noch weitere Austauschbeziehungen zwischen den Akteuren. So ben\u00f6tigt die Wissenschaft beispielsweise Forschungsgelder f\u00fcr die Produktion von Wissen, es findet also ein Austausch zwischen den Faktoren Finanzen und Wissen statt. Zudem fungiert nicht nur die Politik als Geldgeber, auch die Stiftungen verf\u00fcgen \u00fcber ein Finanzvolumen, welches sie zum Beispiel in Projekte von Vereinen und Verb\u00e4nden investieren und damit wiederum deren Beziehungen und Kontakte nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\">Durch diese inhaltliche Analyse der Interviews auf einer Metaebene wird deutlich, dass vielf\u00e4ltige Beziehungen zwischen den Akteursgruppen im Sozialraum bestehen und ein isoliertes Handeln einer Gruppe nur schwer m\u00f6glich ist, da dieses zumeist auch Auswirkungen auf die anderen Akteure zeigt. Bei Vernetzungen der Akteure kommt es darauf an, eine m\u00f6glichst gute Kombination der verschiedenen Machtfaktoren zu erzielen, um Projekte zielf\u00fchrend umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>aus dem logbuch 2020 phenitus ggmbh institut f\u00fcr partizipative bildung und kulturangelegenheiten Schulprojekte und Projekte mit Sozialen Einrichtungen-kulturelle Identit\u00e4t Die Tendenz, dass Schulen und Soziale Einrichtungen&nbsp; Interesse haben, mit der phenitus ggmbh zu kollaborieren&nbsp; setzt sich fort, vor allem auch im Bereich nachhaltiger Lebensweltentwicklung und den Aufbau einer partizipativen Bildungslandschaft. 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