{"id":381,"date":"2024-10-12T19:53:58","date_gmt":"2024-10-12T19:53:58","guid":{"rendered":"http:\/\/phenitus.org\/?p=381"},"modified":"2024-10-12T19:53:58","modified_gmt":"2024-10-12T19:53:58","slug":"spil-und-tanze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/phenitus.org\/?p=381","title":{"rendered":"spil und tanze"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/phenitus.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_2533-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-382\" srcset=\"https:\/\/phenitus.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_2533-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/phenitus.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_2533-225x300.jpeg 225w, https:\/\/phenitus.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_2533-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/phenitus.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_2533-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/phenitus.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_2533-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">es ist die andere welt die uns zusammenh\u00e4lt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Perzeption<\/p>\n\n\n\n<p>Als Perzeption (lateinisch perceptio von percipere \u201eerfassen, ergreifen, wahrnehmen\u201c) wird<br>\u2022 einerseits die Gesamtheit der Vorg\u00e4nge der Wahrnehmung,<br>\u2022 und anderseits auch der Inhalt der Wahrnehmung selbst bezeichnet.<br>Perzeptionen sind prim\u00e4r unbewusste Prozesse individueller Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die im Bewusstsein des Informationsempf\u00e4ngers so genannte Vorstellungsbilder (images) von wahrgenommenen Teilaspekten der Wirklichkeit entstehen lassen.<br>Der Prozess der Perzeption bewirkt, dass die von au\u00dfen kommenden Informationen im Erkenntnissystem des Informationsempf\u00e4ngers unwillentlich in einer bestimmten Weise strukturiert und eingeordnet werden. Perzeptionen sind demnach selektiv-subjektive Bestandsaufnahmen von der \u00e4u\u00dferen Umwelt. Sie sind relativ statisch.<br>Perzeption bezeichnet nicht nur das rein subjektive Ergebnis des Wahrnehmungsvorgangs (Perzept), sondern auch die diesem zugrundeliegenden neurophysiologischen Prozesse (Sinneswahrnehmung).<br>Man darf unter Perzeption im oben definierten Sinne auch nicht nur die Vorg\u00e4nge des Auffassens, Erkennens und Beurteilens, also die gedankliche Verarbeitung des Wahrgenommenen, subsumieren, die man heute \u2013 in strengerem Sinne \u2013 als Apperzeption oder gar Kognition bezeichnen w\u00fcrde. Hierzu geh\u00f6rt eine willentliche Zuwendung der Aufmerksamkeit. Die Perzeption im weiteren Sinne umfasst dagegen auch unbewusste und emotionale Vorg\u00e4nge des Empfindens.<\/p>\n\n\n\n<p>Begriffsgeschichte<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff wurde bereits in der Stoa zur Kennzeichnung einer klaren und unfehlbaren Wahrnehmung verwendet.[1] In der Neuzeit wurde der Begriff urspr\u00fcnglich durch Ren\u00e9 Descartes als perceptio ab imaginatione et a sensibus (Erfassen durch Vorstellung und Sinne) verwendet. Im englischen Empirismus und Sensualismus bedeutete er sinnliche Wahrnehmung. So beinhalten Perzeptionen bei John Locke keine \u201ezusammengesetzten Ideen\u201c.[2] Bei George Berkeley findet sich die Formel esse est percipi (Sein ist Wahrnehmen), mit der das Seiende an die Wahrnehmung gebunden wird. In der Folge stellte Gottfried Wilhelm Leibniz der Apperzeption als dem klar und mit Selbstbewusstsein Wahrgenommenen die Perzeption als eine vage und unscharfe Vorstufe des Denkens gegen\u00fcber und unterschied dar\u00fcber hinaus noch eine \u201ekleine Perzeption\u201c, die unmerklich ist und unter der Bewusstseinsschwelle bleibt. \u201eAuf ihnen beruhen unsere unbestimmten Eindr\u00fccke, unser Geschmack, unsere Wahrnehmungsbilder der sinnlichen Qualit\u00e4ten, welche alle in ihrem Zusammensein klar, jedoch ihren einzelnen Teilen nach verworren sind; auf ihnen beruhen die ins Unendliche gehenden Eindr\u00fccke, die die uns umgebenden K\u00f6rper auf uns machen, und somit die Verkn\u00fcpfung, in der jedes Wesen mit dem \u00fcbrigen Universum steht. Ja man kann sagen, da\u00df verm\u00f6ge dieser kleinen Perzeptionen die Gegenwart mit der Zukunft schwanger geht und mit der Vergangenheit erf\u00fcllt ist, da\u00df alles miteinander zusammenstimmt und da\u00df Augen, die so durchdringend w\u00e4ren wie die Gottes, in der geringsten Substanz die ganze Reihenfolge der Bewegungen des Universums lesen k\u00f6nnten.\u201c[3] Indem er Schlaf und Traum zum Thema machte, er\u00f6ffnete Leibniz der Philosophie das Thema des Unbewussten.[4]<br>Bei Immanuel Kant ist die perceptio eine Unterart der Vorstellungen \u00fcberhaupt (repraesentatio) und zwar solche mit Bewusstsein (KrV B 375). Innerhalb dieser sind Vorstellungen, bei denen sich der subjektive Zustand ver\u00e4ndert, Empfindungen (sensatio). Objektive Perzeptionen sind bei Kant Erkenntnisse (cognitio). Als Apperzeption bezeichnete er hingegen das Bewusstsein seiner selbst. Eine erneute Wende des Begriffsinhalts ergibt sich bei Johann Friedrich Herbart, bei dem die Perzeption die Aufnahme des sinnlich Wahrgenommenen (bei Kant: Anschauung = intuitio) bezeichnete, w\u00e4hrend er Apperzeption die Aneignung und Verarbeitung nannte. Wilhelm Wundt schlie\u00dflich verwendet die Metapher des Sehens zur Beschreibung der Wahrnehmung und unterscheidet die Perzeption als das Eintreten einer Vorstellung in das Blickfeld des Bewusstseins, w\u00e4hrend die Apperzeption der Eintritt in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit ist.[5] Im zwanzigsten Jahrhundert hat Alfred North Whitehead in Prozess und Realit\u00e4t eine zu Leibniz analoge Unterscheidung getroffen, indem er Wahrnehmungen im Modus \u201ekausaler Wirksamkeit\u201c (causal efficacy) vage und unbestimmt nannte, wohingegen Wahrnehmungen im Modus \u201evermittelnder Unmittelbarkeit\u201c (presentational immediacy) klar und willentlich gesteuert erfolgen. Beide Formen der Wahrnehmung sind ein Teil des Erfassens (prehension) der Realit\u00e4t und erhalten ihre Bedeutung, indem sie unter Einschluss der subjektiven Vorgepr\u00e4gtheit (subjective form) zu einer \u201esymbolischen Referenz\u201c verbunden werden.[6]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Perzeption Als Perzeption (lateinisch perceptio von percipere \u201eerfassen, ergreifen, wahrnehmen\u201c) wird\u2022 einerseits die Gesamtheit der Vorg\u00e4nge der Wahrnehmung,\u2022 und anderseits auch der Inhalt der Wahrnehmung selbst bezeichnet.Perzeptionen sind prim\u00e4r unbewusste Prozesse individueller Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die im Bewusstsein des Informationsempf\u00e4ngers so genannte Vorstellungsbilder (images) von wahrgenommenen Teilaspekten der Wirklichkeit entstehen lassen.Der Prozess der Perzeption bewirkt, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-381","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/381","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=381"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/381\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":383,"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/381\/revisions\/383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/phenitus.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}